Wie David gegen Goliath (nur ohne Steinschleuder)
31. Juli 2009 | Von Christian S. | Kategorie: DFB-PokalDie Geschichte dürfte den meisten bekannt sein: Goliath, ein mächtiger Krieger mit Muskeln aus Stahl, wird von dem eher schmächtigen Jüngling David mit einer Steinschleuder niedergestreckt. Goliath hatte kurz zuvor noch über den Wicht gelacht, auf seine eigene Stärke vertraut und nicht damit gerechnet, dass dieser fiese Jüngling eine Steinschleuder einsetzen würde, um ihn zu besiegen. Eine Steinschleuder, die selbst in zierlichen Händen eines Knaben eine mächtige Waffe sein kann.
Oftmals spiegel die Paarungen der ersten DFB-Pokal-Runden ein ähnliches Kräfteverhältnis wider wie der Kampf zwischen diesen beiden ungleichen biblischen Gestalten. So spielt heute Abend um 20.30 Uhr Leverkusen (Goliath) gegen Babelsberg (David), und auch wenn man davon ausgehen kann, dass die Babelsberger Fußballspieler keine Steinschleudern einsetzen werden – hoffe ich jetzt einfach mal -, sind Warnungen durchaus angebracht.
Das denkt sich auch Jupp Heynckes und sagt daher:
“Wir wissen, dass Babelsberg eine starke Mannschaft hat. Die werden gegen uns sehr engagiert zu Werke gehen. Das wird alles andere als ein Selbstläufer.” (weltfußball.de)
Und Rudi Völler weiß sogar aus Erfahrung:
“Das wird sicher kein Spaziergang. Letztes Jahr sind wir in Oberhausen auch nur mit Ach und Krach weitergekommen. Wir sind gewarnt.” (Märkische Allgemeine)
Okay, die Spieler sind gewarnt, die Fans auf das Schlimmste vorbereitet, und trotzdem … auch wenn es weder ein Selbstläufer noch ein Spaziergang wird, hoffe ich doch, dass wir wenigstens ein schönes Spiel zu sehen bekommen werden. Und das dieses mal Goliath gewinnt.
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Aufstellung:
R. Adler – Schwaab, Hyypiä, M. Friedrich, Kadlec – Renato Augusto, Reinartz, Kroos, Barnetta – Derdiyok (Gekas), Kießling
[...] Obwohl Jupp Heynckes (”Das wird alles andere als ein Selbstläufer.”) und Rudi Völler (”Das wird sicher kein Spaziergang.”) bereits vor dem ersten DFB-Pokal-Spiel versucht hatten, meine Erwartungen an das Spiel gegen den SV Babelsberg 03 nicht allzu hoch zu schrauben und gleichzeitig die Mannschaft vor einer Unterschätzung des Gegners zu warnen, hatte ich ja trotzdem irgendwie auf ein einigermaßen schönes Spiel gehofft. (Warum auch nicht? Hatte nicht sogar Dietmar Demuth erst kürzlich noch gesagt: “Hoffen und Träumen ist immer erlaubt”? Eben.) [...]