Weder ein Selbstläufer noch ein Spaziergang
1. August 2009 | Von Christian S. | Kategorie: DFB-PokalObwohl Jupp Heynckes (”Das wird alles andere als ein Selbstläufer.”) und Rudi Völler (”Das wird sicher kein Spaziergang.”) bereits vor dem ersten DFB-Pokal-Spiel versucht hatten, meine Erwartungen an das Spiel gegen den SV Babelsberg 03 nicht allzu hoch zu schrauben und gleichzeitig die Mannschaft vor einer Unterschätzung des Gegners zu warnen, hatte ich ja trotzdem irgendwie auf ein einigermaßen schönes Spiel gehofft. (Warum auch nicht? Hatte nicht sogar Dietmar Demuth erst kürzlich noch gesagt: “Hoffen und Träumen ist immer erlaubt”? Eben.)
Allerdings sollten die beiden Fußballfachmänner im Dienste von Bayer 04 Recht behalten – es wurde weder ein Selbstläufer noch ein Spaziergang und erst recht kein schönes Spiel, sondern eher der typische Pokal-Krampf, wenn sich eine spielerisch überlegene Mannschaft gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden, fußballerisch aber stark limitierten Gegner lange Zeit überaus schwer tut. Leverkusen bestimmte zwar das Spiel und hatte zahlreiche Torchancen, blieb aber im Abschluss weitestgehend harmlos. Bis Eren Derdiyok in der 67. Minute nach einem Abpraller doch noch das entscheidende Tor erzielte und so bereits kurz nach seiner Einwechslung zeigte, wieso er anstelle von Theofanis Gekas, der einige gute Möglichkeiten ausließ, demnächst neben Stefan Kießling auflaufen sollte.
Nach dem Tor passierte dann in etwa genauso viel wie vor dem Tor – nicht mehr allzu viel. Es blieb bei dem knappen aber verdienten 1:0 für die Werkself.
(So, und da Hoffen und Träumen ja immer erlaubt ist, hoffe ich jetzt einfach mal auf ein gutes Los für die zweite Runde. Und gleich, wenn ich schlafen gehe, träume ich vom erneuten Einzug ins DFB-Pokal-Finale. Und von Lucy Liu.)