Bayer verliert auf dem Betzenberg

24. September 2009 | Von Christian S. | Kategorie: DFB-Pokal

Mit 1:2 bei einem derzeit stark aufspielenden Zweitligaverein zu verlieren und aus dem DFB-Pokal auszuscheiden, ist sicher keine Schande – ärgerlich ist es aber allemal. Zumal die Werkself in Kaiserslautern über die gesamten 90 Minuten nicht zu ihrem Spiel fand und fürchterlich hilf- und ideenlos wirkte. Renato Augusto, ein Garant für gute Ideen und ansprechenden Fußball, fehlte zwar verletzungsbedingt, dennoch kann man von den Spielern, die auf dem Platz standen und allesamt keine Rumpelfüßler sind, schon etwas mehr erwarten. Eine Handvoll überwiegend ungefährlicher Torchancen reichen einfach nicht aus, um im DFB-Pokal eine Runde weiter zu kommen. Schon gar nicht, wenn man auf dem Betzenberg spielt.
Dem kompakt stehenden und mit großem Einsatz spielenden Gegner reichten hingegen nur wenige Chancen, um 2:0 in Führung zu gehen und das Spiel letztendlich mit 2:1 nach Hause zu schaukeln. Der Anschlusstreffer durch Theofanis Gekas in der 86. Minute kam zu spät, um den Sieg der Lauterer noch ernsthaft zu gefährden.

Stimmen zum Spiel:
“Die Einstellung hat nicht gefehlt”, meint Jupp Heynckes, “der Gegner hat einen Motivationsschub durch das frühe Tor bekommen. Wir haben uns von dem Schreck erholt und danach Engagement gezeigt. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Der Gegner war stark und hat leidenschaftlich gekämpft. Das muss man auch anerkennen.”

Gut und schlecht:
Viel Gutes gab es auf Leverkusener Seite nicht zu beobachten. Allenfalls René Adler, der an beiden Toten schuldlos war, zeigte am gestrigen Abend eine ansprechende Leistung.

Schlecht hingegen war das Spiel der Werkself im Allgemeinen, das von Gonzalo Castro im Besonderen. Beim ersten Gegentreffer befand er sich anscheinend im Tiefschlaf, als Sidney Sam in seinem Rücken an den Ball kam und unbedrängt einnetzen konnte.  Und auch sonst wirkte Castros Spiel langsam und lethargisch, an gute Aktionen kann ich mich nicht erinnern. Wenig gelungene Aktionen zeigte auch Arturo Vidal, der hauptsächlich durch grauselige Abspielfehler auffiel, die zu dem ein oder anderen Konter der Lauterer führten.

Die nackten Fakten des Spiels:
1. FC Kaiserslautern: Sippel – Dick, Amedick, Rodnei, Bugera – Sam, Schulz (82. Bilek), Mandjeck, Paljic (56. Pavlovic) – Jendrisek, Nemec
Bayer 04: Adler – Castro, Friedrich, Reinartz, Sarpei – (67. Schwaab) – Vidal (55. Barnetta), Rolfes – Kroos, Bender (71. Gekas) – Kießling, Derdiyok
Tore: 1:0 Sam (12.), 2:0 Jendrisek (62.), 2:1 Gekas (86.)
Gelbe Karten: Bugera, Nemec, Rodnei / Vidal
Schiedsrichter: Lutz Wagner (Hofheim)
Zuschauer: 33.712 (Fritz-Walter-Stadion, Kaiserslautern)

Mein Moment des Spiels:
Manasseh Ishiaku macht einen schön anzusehenden Salto. Ach, Mist. Falsches Spiel.

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2 Kommentare
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  1. Castro fand ich nicht so schlecht. Das Problem beim 0:1 war, dass die Lauterer in der Mitte in der Überzahl waren und Castro einen Mann in der Mitte und einen im Rücken decken musste. Da stimmte die Zuordnung einfach nicht. Ansonsten war er der, der wenigstens über die Außen nochmal was brachte, im Gegensatz zu Bender, Kroos, und Sarpei.
    Blöd blöd blöd….

  2. Stimmt schon, mit Ruhm bekleckert hat sich von den genannten tatsächlich keiner. Ich hoffe, Kadlec ist bald wieder fit. Sarpei kann ihn in der Offensive einfach nicht ersetzen.