Das Jahr mit Bruno Labbadia

26. Juli 2009 | Von | Kategorie: Der Bayer

Wolfgang Holzhäuser sagt im Kölner Stadtanzeiger, dass das Jahr mit Bruno Labbadia im Vergleich zur Vorsaison mit Michael Skibbe dem Verein “eigentlich nichts” gebracht hat, zumal Michael Skibbe laut Holzhäuser eine Leverkusener Mannschaft trainiert hat, “die im Grunde schwächer aufgestellt war” als die, die Labbadia zur Verfügung stand. Trotzdem hat Skibbe in seiner letzten Saison für Bayer “mehr erreicht als Bruno Labbadia”, womit Holzhäuser sich in erster Linie auf den Tabellenplatz bezieht und damit natürlich völlig Recht hat (in der Saison 2007/2008 war man am letzten Spieltag noch unglücklich auf Platz 7 abgerutscht, während man am Ende der Saison 2008/2009 nur Rank 9 belegte).
Das Erreichen des DFB-Pokal-Endspiels kann man zwar als Erfolg werten, muss man aber nicht – erst recht nicht, wenn man dieses verliert. Und dass dieses Spiel verloren wurde, ist letztendlich und in hohem Maße Bruno Labbadia anzulasten, der mit seinem unglücklichen Interview am Finaltag für unnötig Unruhe sorgte und zuvor durch seinen wenig flexiblen Umgang mit den Spielern eine Situation herbeigeführt hatte, die sich laut Holzhäuser “negativ auf die Leistung der Mannschaft ausgewirkt hat”. Rückblickend kann man sich natürlich fragen, wie das Finale wohl ausgegangen wäre, wenn man die Mannschaft noch vor dem Spiel von dem ungeliebten Trainer befreit und (sich) stattdessen Rudi Völler kurzfristig auf die Bank gesetzt hätte. Am Ergebnis ändert das freilich nichts.
Trotz alledem ist sich Holzhäuser sicher, dass aus Labbadia noch ein “sehr guter Trainer werden kann”, wenn … ja, “wenn er im Umgang mit den Spielern etwas mehr Flexibilität an den Tag legt”. Die nächste Saison wird zeigen, ob er das kann.

(Wolfgang Holzhäuser sieht auf dem Bild im Kölner Stadtanzeiger übrigens ein wenig aus wie Bob der Baumeister, und ich bin mir fast sicher, wenn ich ihn fragen würde, “können wir das schaffen?”, wäre seine Antwort: “Yo, wir schaffen das!” … was auch immer.)

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